Freitag, 9. Januar 2009
Hexenkind - Sabine Thiesler
Bewertung: ***** (4 Sterne)
Kurzbeschreibung:
Ein Pilzesammler entdeckt in einem einsam gelegenen alten Bauernhaus in der Toscana eine schlimm zugerichtete Leiche. Der deutschstämmigen Sarah, Frau des Trattoriabesitzers Romano, hat jemand die Kehle durchgeschnitten. Dieser Mord ist aber erst der Anfang für ein Verhängnis, das vor Jahren in Deutschland begann, sich nun über die ganze Familie auszubreiten beginnt und sich bis zu einem bitterbösen Ende steigert. (Klappentext)
Fazit:
Bestellt habe ich dieses Buch, weil ich sehr fasziniert von Sabine Thieslers Schreibstil war. "Der Kindersammler" konnte ich gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch "Hexenkind" habe ich innerhalb weniger Tage durchgelesen.
Obwohl dieses Buch auf verschiedenen Seiten als Thriller deklariert wird, finde ich nicht, dass es einer ist, dazu hat mir einiges an Spannung gefehlt. Gut ist das Buch trotzdem - ein sehr spannender Roman. Ich finde, dass darin ein Unterschied besteht. Es ist zügig geschrieben und es kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Ungefähr ab der Hälfte des Buches kann man erahnen wie der Mord zustande kam, aber sicher ist man sich dann doch erst am Ende.
Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Donnerstag, 8. Januar 2009
Cupido - Jiliane Hoffman
Bewertung: ***** (5 Sterne)
Kurzbeschreibung:
Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet. C.J. ist Staatsanwältin in Miami, und sie ist ein Ass. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird... (Klappentext)
Fazit:
Ich finde dieses Buch genial. Leser die zart besaitet sind sollten es eventuell nicht lesen. Man kann sich gut in die Situation hineinversetzen und verstehen was in der Person Chloe vorgeht. Ein gelungenes Buch! Auch wenn ein großes Augenmerk hier auf der juristischen Arbeit liegt, vermindert sich die Spannung dadurch nicht.
Wenn Schwache nerven hat, sollte es sich nochmal überlegen, ansonsten: sehr empfehlenswert.
Sakrileg - Dan Brown
Bewertung: ***** (5 Sterne)
Kurzbeschreibung:
Robert Langdon, Symbolologe aus Harvard, befindet sich auch beruflichen Gründen in Paris, als er einen merkwürdigen Anruf erhält: Der Museumsdirektor des Louvre wurde mitten in der Nacht vor dem Gemälde der Mona Lisa ermordet aufgefunden. Langdon begibt sich zum Tatort und erkennt schon bald, dass der Tote durch eine Reihe von versteckten Hinweisen auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte - Hinweise, die seinen gewaltsamen Tod erklären und auf eine finstere Verschwörung deuten. Bei seiner Suche nach den Hintergründen der Tat wird Robert Langdon von Sophie Neveu unterstützt, einer Kryptologin der Pariser Polizei und Enkeltochter des ermordeten Museumsdirektors. Von ihr erfährt er auch, dass der Direktor der Sions-Bruderschaft angehörte - einer Bruderschaft, die seit Jahrhunderten ein dunkles Geheimnis wahrt... (Klappentext)
Fazit:
Nach einem etwas schleppenden Beginn schaffte es Dan Brown auch hier mal wieder einen spannenden Roman zum Miträtseln vorzulegen. Die Analogie zu "Illuminati" ist leider offensichtlich - der Plot beinhaltet kaum Neues. Auch hier gerät Langdon, seines Zeichens Symbolologe, zwischen Geheimgesellschaften, Kirchen und Herumrätselei und auch dieses Mal wird er unterstützt von einer ebenso schönen wie intelligenten jungen Frau. Zum Glück verzichtet der Autor dieses Mal auf übertriebene Actionszenen, verwertet dafür aber mehr oder weniger abenteuerliche Ideen über Geheimgesellschaften, den Heiligen Gral, Maria Magdalena und die Kirche. Einige Überraschungseffekte machen es dem Leser leicht, bei der Stange zu bleiben und so entspinnt sich ein insgesamt solider Thriller, der genug spannende Unterhaltung bietet.
Ein atemberaubender Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte.
Freitag, 2. Januar 2009
Die Säulen der Erde - Ken Follett
Bewertung: ***** (1 Stern)
Kurzbeschreibung:
König Heinrich ist tot, und schon ist im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge entbrannt. Der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat, bittet seinen Bruder Philip, inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe, um eine Verschwörung gegen den inzwischen mit dem Segen der Kirche versehenen Thronfolger zu verhindern. Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, der die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen wie begabten Baumeister Tom, der ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich hat, träumt er den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die den Wogen der aufgewühlten Zeit standzuhalten versteht und ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen ist: die „Säulen der Erde“, das größte Bauwerk des Abendlands. (amazon.de)
Fazit:
Dies war mein erster historischer Roman - und wie es aussieht auch mein letzter. Hier habe ich gemerkt, dass dies nicht mein Genre ist. Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen. Ich habe nicht selten mehrere Seiten umgeblättert ohne diese zu lesen und auch einige darauffolgende nur quer gelesen. Ich konnte diesem Buch rein gar nichts abgewinnen. Lediglich weil es überall so hoch gelobt wird, habe ich es zu Ende gelesen (wenn man die viele Umblätterei als Leben bezeichnen darf, zudem lege ich äußerst ungerne ein Buch bei Seite).
Historische Romane ? Nein danke!Meteor - Dan Brown
Bewertung: ***** (2 Sterne)
Kurzbeschreibung:
Als die NASA mithilfe modernster Satelliten-Technologie in der Arktis eine sensationelle Entdeckung macht, wittert die angeschlagene Raumfahrtbehörde Morgenluft. Tief im Eis verborgen liegt ein Meteor von ungewöhnlicher Größe, der zudem eine außerirdische Lebensform zu bergen scheint. Rachel Sexton, Mitarbeiterin des Geheimdienstes, reist im Auftrag des US-Präsidenten zum Fundort des Meteoriten. Doch es gibt eine Macht im Hintergrund, die die bahnbrechende Entdeckung unter Verschluss halten möchte – und die bereit ist, dafür zu töten ... (Klappentext)
Fazit:
Vorab: Ich habe "Illuminati" und "Sakrileg" vor diesem Buch gelesen und daher war meine Erwartungshaltung vielleicht nicht die richtige...
Der Klappentextes macht Lust auf mehr - besonders für den, der "Illuminati" bereits gelesen hat und die Spannungsbögen und den Ablauf der Handlung zu schätzen wußte.
Mich hat es allerdings entäuscht, dass die ganze Story überaus durchsichtig und absolut vorhersehbar ist. Im Prinzip weiß der Leser schon fast zu Beginn einer Szenerie, wie das Ganze ausgehen wird.
Als ich anfing das Buch zu lesen habe ich nur gedacht, was ist das denn. Ich finde das Buche einfach langweilig. Es wird immer nur in kurzen Kapiteln über die einzelnen Situationen geschrieben und dann wechselt es schon wieder zu einer anderen Situation. Ich finde das ganz schön nervig, denn bis man wieder zur Ausgangssituation kommt, sind einige Seiten vergangen.
Nachher fügt sich zwar alles zusammen, aber bis dahin ist einem die Lust am lesen vergangen.
Schade eigentlich.
Kalte Asche - Simon Beckett
Bewertung: ***** (4 Sterne)
Kurbeschreibung:
"Bei entsprechender Temperatur brennt alles."
Eigentlich ist Forensiker David Hunter auf dem Weg nach Hause. Doch dann erreicht ihn ein Notruf. Auf Runa, einer Insel der äußeren Hebriden weit draußen im Atlantik, ist eine Leiche gefunden worden. Schweren Herzens kommt David der Bitte nach, auch wenn er dafür seine Freundin Jenny verärgert, die in London auf ihn wartet. Als er nach einer sturmumtosten Überfahrt auf der Insel ankommt, erwartet ihn ein schauriger Tatort. Die Leiche liegt in einem verfallenen Cottage, sie ist verbrannt – bis auf Hände und Füße. Der Sergeant aus Stornoway will den Tod als Unfall deklarieren, doch David glaubt nicht daran. Er untersucht die Asche und kommt zu dem Ergebnis, dass das Opfer erschlagen worden ist. Die Situation wird immer bedrohlicher, als ein Sturm die Insel von der Außenwelt abschneidet, die Verstärkung aus Stornoway ausbleibt und der Feuerteufel das nächste Mal zuschlägt. Denn das kann nur eines bedeuten: Der Mörder ist immer noch auf der Insel und David muss ihn finden bevor es zu spät ist.
Fazit:
Ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen, bzw. kontinuierlich zu lesen. Woran das genau liegt, kann ich gar nicht sagen, aber ich fand die ersten 80 Seiten nicht wirklich spannend geschrieben – gerade im Vergleich mit „Chemie des Todes“. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und auf den folgenden Seiten hat sich der Spannungsbogen doch erheblich erhöht. Getoppt wurde das ganze vom letzten Drittel des Buches. Dort haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen und ein Ereignis jagt das andere. Zu diesem Zeitpunkt lässt einen das Buch nicht mehr los und man kann es nicht aus der Hand legen. Und auch wenn man denkt nun hat man das Rätsel gelöst, wird man (mehrfach) eines besseren belehrt.
Kleine Startschwierigkeiten, aber dann hervorragend!
Donnerstag, 1. Januar 2009
Illuminati - Dan Brown
Kurzbeschreibung:
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet. (Klappentext)
Fazit:
Danke dafür!
Hier wieder ein Beispiel für ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte – förmlich aus Angst was zu verpassen. Ich war kaum in der Lage mich auf andere Dinge zu konzentrieren, weil ich so gefesselt von dem Buch war.
Ein 700 Seiten starkes Buch, welches sich erstaunlich gut und schnell lesen lässt. Das kann einerseits an der verständlichen Sprache, andererseits an den recht kurzen Kapiteln liegen. Das Buch ist durchweg ein guter Thriller: Spannung, die immer weiter aufgebaut wird, gespickt mit humorvollen Dialogen, wissenschaftlich logisch erscheinende Erklärungen und ein Leser, der lange Zeit völlig im Dunkeln tappt und der sich fragt, wer denn nun der Verräter des Buches sein könnte.
Leider gibt es doch noch ein „aber“, das mich zu Ende des Buches ein wenig enttäuscht hat: Auf den letzten Seiten geschahen Dinge, die so weit an den Haaren herbeigezogen waren, dass für mich die ganze Glaubwürdigkeit des Buches in Frage gestellt wurde. Bis dahin hatte Dan Brown es nämlich durchaus geschafft, logisch und glaubwürdig zu argumentieren.
Trotzdem: sehr empfehlenswertes Buch!
